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LESBOS - YOGAFERIEN DER BESONDEREN ART

Lesbos – Insel der Frauen - Griechenland

 

Seit 5 Jahren reise ich im Mai mit meinen Yogaschüler*Innen auf die griechische Insel Lesbos.

 

Der Frühling ist dann dort schon erwacht, die Küstenlinien und das gesamte Land sind grün und mit Blüten übersäht. Die raue Schönheit der Insel wirkt in dieser Zeit geradezu lieblich. Lesbos ist ein Vogelparadies und so befindet man sich, wo man geht und steht, in einem natürlichen Konzertsaal. Es ist ganz wunderbar die Münder zu schließen, sich ins Gras zu legen und zu lauschen. Vogelstimmen setzen eindeutig Glücksgefühle frei. Das ist hier allerorts zu spüren.

 

Dieses Jahr zeigte die Insel an den ersten Tagen ein grollendes Gesicht. Der Wind blies kalt aus Westen, Wolkenformationen fegten durch den Himmel. Ein eindrucksvolles Szenario. Wir fuhren auf die Berge vor Sykiminea, um staunend dieses Wolken-Schauspiel über dem schäumenden Meer zu verfolgen.

 

Die Saison hat Anfang Mai noch nicht begonnen, und so ist die Insel meist menschenleer und ruhig.

 

Trotz des wilden Wetters gab es einige Tapfere in der Gruppe, die es ins Meer oder in den Quellwasser-Pool des Retreat Zentrums zog. Ein vorheriger Besuch der heißen Quellen war hilfreich.

 

Dann klarte der Himmel auf und ein Mix aus Sonne und Wolken blieb uns bis zum Ende unserer Zeit auf Lesbos erhalten.

 

An den Nachmittagen wanderten wir hoch über der Küste oder entspannten uns in den idyllischen Bergdörfern der Umgebung.

 

 

 

Die Vormittage waren dem Yoga gewidmet. Die Stunden zwischen 8:30 und 11:00 vergingen wie im Flug. Diesmal erkundeten wir die 5 Elemente in uns und um uns herum.

 

Die mandalaförmige Yogashala ist ein behütender, ein sehr besonderer Ort, um sich zu verkörpern, um im Üben von Asana und Atem ganz bei sich selbst anzukommen.

 

Für mich ist es immer so schön, wenn Menschen zusammenkommen, die Energie des Augenblicks teilen, sich öffnen füreinander, mitfühlen miteinander und am Ende glücklich den Saal verlassen. Da entsteht eine ganz eigene Kraft. Die Dynamik in der Gruppe war in diesen Tagen so liebevoll und achtsam, so mit perlendem Lachen angefüllt, die Stimmung so weich und kostbar, dass wir alle davon tief berührt wurden.

 

In den Meditationseinheiten am Morgen und am Abend haben wir in Stille miteinander gesessen, haben verschiedene Meditationsformen ausprobiert, und uns in einer großen Offenheit über unsere Erfahrungen ausgetauscht.                                                                           

 

 

An einem der Abende fuhren wir zu einer alten Wallfahrtskirche, die direkt am Strand in den Fels gehauen wurde, um dort zum Sonnenuntergang gemeinsam zu meditieren. Was für eine köstliche Stunde das war. Eine rote Stunde, eine blaue Stunde, ein Erlebnis, das noch lange in uns allen nachhallte.

 

 

 

Ich bin der ganzen Gruppe dankbar für dieses Geschenk des gemeinsamen Erlebens und ich bin Gisa und Detlev dankbar, dass sie immer wieder mit so viel Liebe den Ort für uns öffnen, an dem wir Losgelöst-Sein vom Alltag und so viel Lebendigkeit erleben können.

Milelja Retreat Center

 

 

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.